Michel Kamp
Profil
Ich bin Michel. Ich denke positiv, weil ich glaube, dass es sich lohnt, offen hinzuschauen. Auf Menschen, auf Situationen, auf das, was zwischen den Dingen passiert. Andere Menschen bewusst wahrzunehmen ist eine meiner Stärken.
Ehrlichkeit macht für mich den Unterschied mit mir selbst und mit anderen. Ich kann komplexe Probleme klar benennen und Lösungen so kommunizieren, dass alle im Raum verstehen, worum es geht. Logisch im Denken, aber auch flexibel genug, um einen unerwarteten Weg zu gehen, wenn es Sinn macht.
Mein Einstieg ins gestalterische Denken kam durch Prothetik (Orthopädietechnik-Mechaniker, 2017–2019). Dort habe ich zum ersten Mal verstanden, was es wirklich bedeutet, ein Produkt für einen Menschen zu entwickeln, für ein konkretes Problem, mit einer Lösung, die funktionieren muss. Diese Kombination aus Verantwortung, handwerklicher Prämisse und individuellem Denken hat mich seitdem nicht mehr losgelassen.
Im Bachelor „Integrated Design" an der TH Köln / KISD habe ich gelernt, nicht innerhalb einer Disziplin zu arbeiten, sondern zwischen ihnen, gemeinsam mit Ingenieur:innen, Techniker:innen und Fachleuten aus anderen Bereichen. Ein Semester in Taiwan mit Schwerpunkt Industriedesign hat mir einen neuen kulturellen Kontext eröffnet.
Im Master „Prozessentwicklung" an der TH Köln vertiefe ich die Kombination aus gestalterischem Denken, technischem Verständnis und der Fähigkeit, Projekte von Anfang bis Ende zu tragen. Was mich an diesem Master gereizt hat: Felder wie Projektmanagement, Lean Management, Marketing, Strategic Leadership und International Management konnte ich vorher nur durch die Praxis kennenlernen, hier verbinde ich das erstmals mit der Theorie dahinter. Dazu kommt der Umgang mit KI-Anwendungen, ein Themenfeld, das ich aktiv in meine Arbeit integrieren möchte. Der Master schließt für mich eine Lücke und er macht richtig viel Spaß.
- Next Kraftwerke: Daten in Kommunikation übersetzen, Visualisierungen, Infografiken, Präsentationsmaterialien.
- Simple GmbH: Interaktive Hardware-Systeme mit ESP32, Programmierung in C/C++, sensorische Elektronikkomponenten für Ausstellungsinstallationen.
- EW Exponatwerke GmbH: Maßgefertigte interaktive Exponate für Museen und Showrooms in ganz Europa koordiniert, von der Anforderungsklärung bis zur Lieferung, inklusive Produktionsplanung und Übersetzung von Kundenwünschen in technische Spezifikationen.
- Stihl AG: Industrieprojekt mit Feldforschung, Nutzerinterviews und Konzeptentwicklung als echte Basis für Produktentscheidungen.
- KI-Prozessanalyse mit Wirtschaftsinformatikern: Zwei Projekte, zwei Kontexte. Dasselbe Denkmuster: Was kann besser werden, für wen, und wie.
Design muss mehr sein als gut aussehen. Es ist eine Verbindung von Disziplinen, die eine Verbesserung hervorbringt, für den Nutzer, für einen Prozess, für einen Kontext. Die Fragen, die ich mir immer stelle: Warum ist etwas so? Welchen Mehrwert bringt es? Design ist ein Prozess des Hin und Her, Überlegungen, die gespielt, verworfen und neu gedacht werden.
Wenn ich etwas entwerfe, ohne meine Möglichkeiten zu kennen, Kostengrenzen, Materialien, Fertigungsverfahren, designe ich im Vakuum. Das ist für mich keine akzeptable Position. Technisches Wissen ist keine Option, sondern Voraussetzung für verantwortungsvolles Gestalten. Ich konstruiere in Fusion 360 und spreche die Sprache der Ingenieure gut genug, um zu verstehen, was machbar ist.
Ich bin breit genug aufgestellt, um Designer:innen und Ingenieure gleichermaßen zu verstehen, und kommuniziere tief genug, um ernst genommen zu werden. New Product Introduction, Prozessplanung, Koordination zwischen Disziplinen, das ist der Bereich, in dem ich arbeiten möchte.
Humor ist für mich Bestandteil ernsthafter Arbeit. Meine gute Laune ist ansteckend, das überträgt sich auf die Menschen um mich herum und auf das Ergebnis.
Kritik ist für mich Bereicherung. Ich reflektiere gerne und nehme mir die Zeit, Dinge wirklich zu durchdenken. Feedback ist für mich der Ausgangspunkt eines fruchtbaren Prozesses.
Neugier treibt mich an, auf neue Orte, neue Menschen, neue Perspektiven. Verantwortung zu übernehmen, für meine Arbeit, das Projekt, die Firma und die Menschen um mich herum, ist etwas, das mich antreibt.
Wenn jemand anderer Meinung ist, lasse ich mich darauf ein. Ich höre zu und versuche nachzuvollziehen, wie jemand denkt und warum. Das beste Ergebnis kommt selten aus einer einzelnen Perspektive.